Aktivität_17. September_1. und 2. Stufe

Jeder echte Cowboy versuchte einmal sein Glück in einem Casino. So kam es, dass wir uns heute mit einem bescheidenen Häufchen Startgeld vor dem Cowboycasino in Port besammelten. Um ein bisschen Mut zum Spielen zu sammeln wärmten wir uns draussen mit einem Kurzspiel auf. Die Neugier stieg ins Unermessliche, als der Casinobesitzer und seine Casinodame auf unserem Spielfeld eintrafen. Mit einer vermutlich eher eigennützigen Absicht stimmten sie unserem Besuch zu und öffneten uns die Tore zur Spielhö(h)(l)le…

 

Nach einem Begrüssungsdrink erklärte uns der Casinobesitzer seine strengen (Spiel)Regeln. An der Bar konnte man sein Geld wechseln lassen und mit den dafür erhaltenen Jetons sein Glück- oder, wie wir noch merken sollten- sein Unglück herausfordern. Die Bar lockte mit kulinarischen Köstlichkeiten und ansprechenden Drinks. An insgesamt 6 Tischen wurden verschiedene (Wrürfel)Spiele angeboten. Man konnte an Computern „gamen“, den Kinosaal besuchen oder sich beim „Töggelen“ und  Zeichnen entspannen.

 

Wie Viele vor uns mussten wir schnell feststellen, dass man mit einigen unglücklichen Spielzügen viel Geld verlieren kann. Als der Casinobesitzer merkte, dass alle ihr Geld verzockt hatten, fackelte er nicht lange und warf uns raus. Das Tageslicht und der einsetzende Regen  holten uns zurück in die Realität. Wahrscheinlich haben wir alle gelernt, dass man aufhören soll, wenn‘s am schönsten ist.. das ist sicher richtig, aber heute sollte es nicht gelten. Nach kurzer Teambesprechung kam uns DIE zündende Idee. Wir würden dem Casinobesitzer einen Teil unseres Goldnugget-Vorrats gegen Jetons anbieten. Natürlich, es bestand ein gewisses Risiko und es wurden einige Stimmen laut, die uns an unser Versprechen Lucky Luke gegenüber erinnerten. Aber die Idee, mit den neuen Jetons schnell unser Gold zu vermehren, war zu einfach und zu brillant, um sie zu vergessen. No Risk, No Fun.. auch darüber würden wir später eines besseren belehrt werden.

 

 

Die Freude am Spielen überwog und so starteten wir die zweite Runde im Casino. Leider dominierte das Spielpech in dieser Runde noch schneller und so dauerte es nicht lange bis wir erneut das Casino verlassen mussten. Der Casinobesitzer rieb sich nach einem Blick in seine Kasse die Hände. Wir hingegen sassen vor dem Casino mit einer fast leeren Schatztruhe und der Gewissheit, dass wir damit nicht mal das Halfter von Lucky’s Pferd Jolly Jumper zurückkaufen könnten. Ratlose und entmutigte Gesichter waren zu sehen-hatten wir doch jeden einzelnen Goldnugget so hart erkämpft..

Anscheinend machten wir so einen traurigen Eindruck, dass sich der Besitzer und seine Casinodame erbarmten und uns eine allerletzte Chance anboten. Wer im Hufeisen-Weitwurf den Fahnenmast traf bekam eine handvoll Gold zurück. Dankbar für die Chance und willens sie nicht auch noch verstreichen zu lassen, warfen wir die Hufeisen. Am Schluss eines spannenden, aber auch anstrengenden Nachmittags hatten wir glücklicherweise  wieder eine halbvolle Schatztruhe…mit Verlusten muss man ja bekanntlich leben ;)