Jubiläums-Aktivität_14. Dezember_alle Stufen

Pfadfinder – Trotz Allem

Port Die Pfadi Trotz Allem Biel feierte am Samstag ihr 50-Jahr-Jubiläum. An der Feier wurde auch an dessen Gründer André Meier (Spatz) erinnert.

«Wir lassen uns nicht behindern!», lautet der Slogan der Pfadi Trotz Allem (PTA) Biel, die am Samstag unter der Leitung von Tanja Scherler aus Steffisburg im Pfadiheim………………… der Stiftung PTA Biel in Port, das 50-Jahr-Jubiläum feierte. Der PTA Biel gehören Mitglieder mit geistigen Behinderungen und körperlichen Einschränkungen an.

Reise zu den Wikingern

Am Jubiläumsfest beteiligten sich Pfadfinderinnen und Pfadfinder sowie Leiterinnen und Leiter. Gast war Thomas Minger, Präsident der Stiftung PTA Biel. Auf das besondere Ereignis wiesen bunte Luftballone und feierlich geschmückte Tische hin. Die fröhliche Schar liess sich die Geburtstags-Kuchen, den Met-Tee (ohne Alkohol), die Nüsse und Mandarinen schmecken. Auch Plaudern, Bewegung, Spiel und Unterhaltung kamen nicht zu kurz. Zudem wurde mit der Zeitmaschine eine Reise zu den Wikingern unternommen, doch zuerst mussten der defekte Rumpf des Wikinger-Schiffs und die Fahne repariert werden. Als Werkstatt diente ihnen das Pfadiheim ………….in Port. Nach getaner Arbeit und fröhlichem Beisammensein, liessen alle zusammen das Jubiläumsjahr 2013 weihnachtlich ausklingen.

 

 

 

 

Die Welt entdecken

Bei ihren Treffen geht die PTA Biel mit den Pfadern auf Entdeckungsreise. Mitglied werden können alle Menschen mit einer Behinderung, die Freude an Spiel und Spass sowie am Zusammensein haben. Hans Wyss von der Altpfadigruppe mit dem Pfadiname Chemp ist auf den Rollstuhl angewiesen und schon seit 50 Jahren dabei und Luzia Fürholz, Rigolo, seit 21 Jahren. Sie reist entweder zusammen mit ihrem Vater oder alleine mit dem Zug von Olten zu den Treffen der PTA. «Ich bin gerne Pfadfinderin», sagt sie.

Im Pfadiheim………….. in Port halten sich die Pfader vor allem im Winter auf. Während den wärmeren Jahreszeiten sind meistens Abenteuer im Freien angesagt. Auch Sommerlager werden regelmässig durchgeführt. Finanziert wird die PTA Biel von der Stiftung sowie von Spendern und Beiträgen von Familienangehörigen der Pfadfinder. Leiterinnen und Leiter engagieren sich ehrenamtlich.

Pionier mit Weitsicht

Am Jubiläum wurde auch an André Meier (Spatz) aus Ipsach erinnert, der am 6. Dezember 2013 im Alter von 90 Jahren verstarb. Er war ein Pfadfinder mit Pioniergeist und Weitsicht, gründete mit der PTA Biel ein Freizeitangebot für benachteiligte Menschen im Rahmen einer Pfadiorganisation, war der Gründer der «Wölfe» bei der Pfadiabteilung Jura Biel und der erste PTA-Leiter in der Schweiz, der nicht nur körperlich, sondern auch geistig behinderte Kinder in der Pfadi aufnahm und Knaben und Mädchen in der selben Gruppe zusammenführte. Das brachte ihm aber nicht nur Lob ein, sondern auch Konflikte mit der Leitung des Schweizerischen Pfadfinderbundes (SPB). Meier hielt aber an seinem Vorhaben fest und setzte sich über deren Vorgaben hinweg.

Wie alles begann

Die Gründung der PTA Biel wurde am 25. Mai 1963 beim Waldrand südlich von Sutz vollzogen und die Gründung der Stiftung, die bis ins Jahr 2003 von André Meier präsidiert wurde, fand 1977 statt. Sein Nachfolger war Camille Kuntz aus Mörigen. Seit 2011 ist Thomas Minger aus Leubringen deren Präsident.

Auch die Stiftung setzt sich mit vereinten Kräften für das Wohlergehen von geistig und körperlich benachteiligten Menschen ein. 1983 eröffnete sie in Biel ein betreutes Wohnheim, das 1993 nach Neuenstadt übersiedelte und sukzessive erweitert wurde. Heute besteht dieses Wohnheim aus sechs konventionellen Wohngruppen sowie aus zwei Aussenwohngruppen.

Lebenswerk von André Meier

1933: Eintritt als Pfadfinder bei der Pfadiabteilung Jura Biel.
1939 Gründung der «Wölfe» bei der Pfadiabteilung Jura Biel.
1946 bis 1950 Leitung einer PTA-Gruppe in Zürich und verantwortlich für die
Durchführung verschiedener Sommerlager.
1963: Gründer der Pfadiabteilung PTA Biel und dessen Abteilungsleiter bis 1995.
1977 Gründer der Stiftung PTA Biel, Stiftungspräsident bis 2003, anschliessend
Ehrenpräsident.