Sommerlager in Jaun_17. – 22. Juli_APG

Am 17. Juli fahren wir durchs Simmental und über den Jaunpass nach Jaun. Im Zug wird gepicknickt, so dass alle am Schluss der Reise genügend Energie haben, um den ,Berg’ hoch zum Chalet zu wandern.

Am Nachmittag basteln wir Fähnchen und Girlanden für den Aufenthaltsraum, und unsere Küchenschürzen kommen zu ihrem ersten Einsatz. Smeili schreibt: Wir durften alle BROT backen und danach KONFITÜRE herstellen. Den Abend verbrachten wir mit Singen und blaudern.

Nach einer ruhigen Nacht weckt uns die Sonne. Auf der Terrasse werden nun Zwärgli gefilzt und Postkarten mit blauer Tinte eingefärbt. Unten im Haus wird Milch zu Frischkäse verarbeitet, und es werden Güezli ausgestochen. Schon bald duftet es süss bis zur Terrasse hoch.

Nach einem recht anstrengenden Spaziergang ins Dorflädeli und in die Käserei freuen sich alle aufs feine Abendessen. Anschliessend taufen wir unsere Küchenfrauschaft: Bea und Renate lösen alle Aufgaben auf dem Taufparcour mit Bravour und erhalten ihre Pfadinamen: Dolce und Arany. Am Lagerfeuer beim Singen können wir die neuen Namen nochmals üben.

Der Sommer meint es heuer gut mit uns. Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Bus nach Bulle in die Badi. Die PTAs erweisen sich als wahre Wasserratten und Tumbo als ehrgeiziger Schwimmer. Natürlich darf die Badi-Glace nicht fehlen. Doch als der Himmel sich grau verfärbt, machen wir uns auf den Heimweg, wo Smeile und uns alle eine schöne Überraschung erwartet: Chrötli hat mir ein Packet überreicht von meinen Eltern. Es war ein Cake darin und noch Verschiedenes. Heute gehen wir in die Schokoladefabrik und schauen, wie Schokolade hergestelt wird. Das war interessant. Eindrücklich ist auch die Führung durch die Geschichte der Schokolade, vom Schokoladegott der Azteken, Quetzalcoatls, über die Spanier, die die Schokolade dort in Mexiko entdeckten und als Medizin und Zaubermittel nach Europa brachten bis zu Monsieur Cailler, der in Broc eine riesige Schokoladefabrik baute.

Am späteren Nachmittag zeichnen und schreiben wir Karten, backen Brot und versehen unsere Filzzwärgli unter der kundigen Leitung von Chrötli mit Augen, Nase, Mund und Haaren. Begleitet werden wir dabei durch die nimmermüden Bläserinnen und Trommler im Nachbarhaus.
Statt eines Lagerfeuers gibt es heute Abend Kino im Essraum: Charlie und die Schokoladenfabrik.

Freitagmorgen. Wir schlafen nach dem langen Film gestern Abend aus, bevor wir die Freiburger Olympiade in Angriff nehmen. In drei Gruppen müssen die PTAs verschiedene Aufgaben bewältigen: Aus einem Plastic-Handschuh-Kuheuter muss möglichst viel Wasser „gemolken“ werden. Schoggikugeln müssen mit viel Feingefühl in einen Kreis am Boden gerollt werden. Ein Ballon-Ei muss mit dem Kricketstock um die Tore und ins Ziel befördert werden, und einer Kuh soll ihr Schwanz mit verbundenen Augen an die richtige Stelle geklebt werden.
Nach diesen schwierigen Aufgaben haben alle das Mittagessen verdient!

Weil nach der Siesta ein Gewitter aufzieht, können wir unsere Disco nicht auf der Terrasse veran-stalten. Doch im Essraum ist es ebenso stimmungsvoll und so kommt wenigstens die wunderschöne Dekoration noch einmal richtig zur Geltung. Sich schön machen für die Disco, bleibt auf jeden Fall eine wichtige Aufgabe!

Zum Glück scheint am nächsten Morgen bereits wieder die Sonne. Nach dem Packen bleibt noch Zeit, um auf der Wiese neben dem Haus zu spielen und zu plaudern, bevor wir uns auf den Weg zum Bus machen müssen. Einige statten dem schmucken Käseladen noch einen letzten Besuch ab, damit die Erinnerung an Jaun zu Hause kulinarisch noch etwas andauert.

In Biel verabschieden wir uns mit dem gelernten Freiburgerlied „Le ranz des vaches“ von unseren lieben PTA Frauen und von den PTA Freunden. Und glücklich sind wir wieder zu hause und bis zum nächsten Mal. 

Mit einem grosses M E R C I an alle,
die zu dieser tollen Lagerwoche beigetragen haben,
Smeili und Alpaca