Sommerlager_16. bis 22. Juli_1. und 2. Stufe

Leinen los fürs SoLa 2018 der PTA Biel  

Diesen Sommer hat die PTA Biel ihr SoLa auf einer Wiese zwischen den Hügeln um Affoltern im Emmental verbracht. Schon zwei Tage vor dem offiziellen Lagerbeginn wurde auf dem Lagerplatz gehämmert, gebohrt, Zelte aufgebaut, ein Sarasani gestellt, Material vorbereitet und die Küche eingerichtet und dank der Mithilfe zahlreicher Helfer war am Montag morgen alles bereit für die elf ankommenden Pfadis. Diese trafen sich ausgerüstet mit Rucksack und Pfadiuniform in Biel am Bahnhof, worauf es nach einem Tiaiai-Kreis dann mit dem Zug Richtung Emmental ging.  Nach der kurzen Wanderung zum Lagerplatz und  einem leckeren Picknick konnten dann endlich die Zelte bezogen und das Gelände erkundet werden.

Beim Fahnenmast konnte dann auch die PTA-Fahne und eine Piratenflagge gehisst werden, denn wie auch am holzigen Lagertor mit der Aufschrift Piraten Ahoi zu erkennen war, stand das Jahresthema der PTA Biel „Piraten“ auch im SoLa im Zentrum.

Am späteren Nachmittag wurde dann wegen des heissen Wetters unter dem angenehmen Schatten des Sarasanis weitergearbeitet, wobei die ersten Baupläne für ein Piratenschiff entworfen wurden.  Am nächsten Morgen wurden diese Pläne nach einem Frühstück unter freiem Himmel dann auch gleich umgesetzt. Während eine Gruppe Pfadis die langen Holzplanken abmassen, zersägten die anderen die Schiffsbauteile und begannen das Schiff rund um den Fahnenmast zusammenzuhämmern. Alle packten an und halfen mit, dass das Piratenschiff am Nachmittag schon fast fertig war. Als letzter Schliff wurde noch ein Steuerrad gezimmert, kleine Stofffahnen als Dekoration angefertigt und die Pfadis bemalten die Seitenplanken mit bunten Mustern, wobei natürlich auch der Name des Schiffes- Adler- nicht fehlen dufte. Am Abend klang dieser anstrengende Tag dann wie immer mit einem Lagerfeuer unter dem Sarasani und vielen Singsong-Liedern aus.

Am Mittwoch hiess es für die Piraten dann, auch das Gelände um den Lagerplatz herum zu erkunden, denn auf dem neu gebauten Schiff wurde ein Säbel mit einem Hinweis von fremden Piraten entdeckt. Was ist also zu tun, wenn man vielleicht bald von feindlichen Piraten überfallen wird? Genau, ein Aussichtspunkt und für den Notfall auch ein Fluchtweg ausfindig machen. Somit wurde beschlossen, für die Tageswanderung auf einen Hügel hinter dem Dorf- die Lueg- zu wandern. Auf dem Weg dort hin tauchten am Wegrand weitere Hinweise wie eine Flaschenpost oder ein Piratenhut am Wegrand auf und bei einem der Bauernhöfe wurde dann noch ein Korb Kirschen erworben- als süsses Dessert. Endlich oben angekommen wurde dann vom Küchenteam dass Mittagessen hergebracht- Würste, Gemüse und gefüllte Pilze für ein richtiges Grillieren. Satt  und gestärkt konnte dann der Rückweg angetreten werden. Wer zurück auf dem Lagerplatz dann noch Energie hatte, konnte

sich beim Spielen mit dem Wasserschlauch und auf den zu einer Rutsche ausgelegten Planen erfrischen, was bei den Piraten für viel Freude sorgte.

Der grosse Wasserplausch folgte dann aber am Donnerstag, bei dem Ausflug in die Badi in Lützelflüh. Während die einigen beim Rutschbahnbecken herumtollten, wagten sich einige Mutige vom Dreimeterbrett ins tiefe Wasser zu springen. Nach dem Mittagessen im Schatten der Bäume und einer Siesta ging es nochmals zurück ins Wasser, welches von vielen am Nachmittag nur widerwillig verlassen wurde. Obwohl es in der Badi nur eine Dusche hatte, konnte man sich dann glücklicherweise endlich einmal ein wenig sauber schrubben, denn schliessich müssen sich auch Piraten einmal waschen. Nach diesem Badetag war wohl endgültig klar, dass sich unter den Pfadipiraten keine Landratten befanden und sich alle bei Wasserschlachten, Rutschpartien und Plankensprünge bewährt hatten. Zurück auf dem Lagerplatz war es immer noch so war, dass einige Leiter beschlossen, diese Nacht unter dem Sternenhimmel zu schlafen.

Schneller als erwartet begann nun schon der letzt Lagertag in dem Piratentrainingscamp. Er stand ganz unter dem Motto, noch einmal alle durch das Jahr bereits geübten Piratenfähigkeiten zu üben und sich auf einen möglichen Angriff von fremden Piraten vorzubereiten. So wurde über Holzplanken balanciert, eine Piratengeheimschrift geknackt, das Schiffsdeck mit Bürsten geschrubbt, Wasser aus den Kajüten geschöpft und ein Schiff mit Kanonen beschossen- was den Piraten besonders gefiel. Bei jedem Posten tauchten auch einige angebrannte Kartenstücke einer Schatzkarte auf, welche am Ende zusammengesetzt wurde und die Crew zum Waldrand führte. Dort fanden alle zusammen dann die lang ersehnte Schatzkiste, welche bis zum Rand mit Piratenfahnen und  Schoggigoldtalern gefüllt war. Also stand einer Piratenparty für den letzten Abend nichts mehr im Weg. Aber so ein Goldschatz zieht ja bekanntlicher Weise eben auch fremde Piraten an. Somit verlief das Bräteln von Schlangenbrot über einem drei Meter langen Grabenfeuer zwar noch friedlich, nach dem Abendessen wimmelte es auf dem Lagerplatz aber plötzlich von feindlichen Piraten, die den gefundenen Schatz für sich selbst haben wollten. Da die Pfadipiraten jedoch gut trainiert waren, konnten die Angreifer schnell gefesselt und entwaffnet werden. Als es dann jedoch zu regnen begann, wurde das Mitleid mit den Eindringlingen immer grösser, denn schliesslich haben Piraten ja kein einfaches Leben, da muss man zusammen halten. Somit wurde der Schatz dann geteilt und der letzte Abend wegen des starken Gewitters in der trockenen Scheune des nahe gelegenen Bauernhofs verbracht. Dort wurden am nächsten Morgen dann auch die leckeren Sachen für den Lagerabschlussbrunch aufgetischt, welche die Eltern der Pfadis  mitbrachten. Vor dem allgemeinen Aufbruch nach Hause kamen alle noch einmal in einem grossen Kreis zusammen und riefen das letzte Mal im SoLa 2018 den Tiaiai-Ruf. Dann wurden die Piraten vorläufig entlassen- bis zum nächsten Überfall.  

Monja Bähler